Tag Archive | "literarisch"

Atemschaukel von Herta Müller

Samstag, Dezember 5, 2009

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Atemschaukel von Herta Müller

Am Anfang dieses ganz besonderen Romans steht: „Es war noch Krieg im Januar 1945. Im Schrecken, dass ich mitten im Winter wer weiß wohin zu den Russen muss, wollte mir jeder etwas geben, das vielleicht etwas nützt, wenn es schon nichts hilft. Weil nichts auf der Welt etwas half. Weil ich unabänderlich auf der Liste der [...]

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Der goldene Pelikan von Stefan Chwin

Sonntag, Mai 4, 2008

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Es sind Gegenwelten, die Stefan Chwin in seinem Roman beschreibt: arm und reich, halb zerstörte alte Villen, Bunker und Soldatengräber als stumme Zeugen des längst vergangenen Krieges. Auf der anderen Seite den fortschreitenden Modernismus, die bunten Werbeplakate und Neonreklame. Der märchenhaft anmutende Titel verweist auf das Schreibgerät seines Protagonisten: Des Danziger Juraprofessors Jakub. Es ist [...]

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Zaira von Catalin Dorian Florescu

Montag, April 28, 2008

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Catalin Dorian Florescu verfolgt in seinem neuen Buch den Lebensweg der rumänischen Gutsbesitzers Tochter Zaira. Geboren von einer unsteten, reiselustigen Mutter kommt sie auf dem kleinen Provinzbahnhof in der Nachbarschaft des Gutes der Familie zur Welt, wächst fast ohne Kontakt zu ihren Eltern, aber doch sehr behütet von der Großmutter, der Tante und dem [...]

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Ruhelos von William Boyd

Sonntag, April 27, 2008

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Der vielfach ausgezeichnete britische Romancier hat einen packenden, literarischen Spionageroman abgeliefert. Wir erleben, wie die junge, alleinerziehende Mutter Ruth Gillmartin ein beschauliches Leben in der englischen Universitätsstadt Oxford führt. Sie verdient gutes Geld damit, Ausländern die englische Sprache näher zu bringen, und besucht mit ihrem Sohn regelmäßig ihre Mutter Sally, die auf dem Land lebt. [...]

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Die Lage des Landes von Richard Ford

Donnerstag, April 24, 2008

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In dem neuen Roman »Die Lage des Landes« von Richard Ford gibt es ein Wiedersehen mit Frank Bascombe, der Hauptperson aus »Sportreporter« (1986) und »Unabhängigkeitstag« (1995). Aber es macht gar nichts, wenn der Leser mit diesem Buch Frank Bascombe erst kennenlernt. Der Roman ist in sich abgeschlossen, wie die anderen Bascombe-Romane zuvor. »Die Lage des Landes« war jedenfalls mein erstes Richard-Ford-Buch überhaupt, und ich bin begeistert – geradezu überschwänglich. Ich habe mir nach der Lektüre vorgenommen, Frank Bascombe rückwärts kennenzulernen, was ohne weiteres geht. Die »Lage des Landes« klingt nach einem Ratgeber für Immobilienmakler, und tatsächlich verkauft Frank Bascombe Häuser an der Atlantikküste von New Jersey. Aber hinter dem Titel steckt viel mehr. Die Geschichte spielt an wenigen Tagen vor Thanksgiving (4. Donnerstag im November) und schließlich am wohl amerikanischsten aller Feiertage. Es geht um Thanksgiving im Jahre 2000, die Zeit um das größte Wahldebakel in der Geschichte der USA. George Bush junior wird wenige Wochen später zum Präsidenten gekürt werden, der allein dem Wahlbetrug und der Wahlmanipulation seine Macht zu verdanken hat und einem schwachen Gegenkandidaten (Al Gore), der frühzeitig die Flinte ins Korn warf.

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